Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9, 24b

Der Vater ist verzweifelt. Sein Sohn leidet an einer unheilvollen Krankheit. Er hat von Jesus und seinen Jüngern gehört. Bei ihnen sucht er nun Hilfe.

Bereitwillig versuchen die Jünger auch zu helfen, doch ihre Bemühungen sind erfolglos. Der Vater wendet sich daraufhin an Jesus selbst und bittet ihn, dass er seinen Sohn heilen möge, wenn er es kann. In dieser Bitte spiegelt sich der ganze Vertrauensverlust des Vaters gegenüber den Menschen wider, die versucht haben, seinen Sohn zu heilen.

Jesus geht auf den Vorbehalt des Vaters ein und antwortet: „Du sagst: Wenn du kannst!“ und fügt hinzu: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“

Im Nachklang dieser Worte kann der Vater Jesus gegenüber bekennen: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Jesus heilt den Jungen und unterstreicht damit: „Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich“ (Lukas 18,27).

Die Jahreslosung lädt uns zu einem Perspektivwechsel ein: Von menschlich Machbarem auf den zu blicken, der all unsere Unzulänglichkeiten heilen kann.

Wie uns der neue Blick auf die Dinge gelingen kann, sagt Jesus am Ende jener Geschichte, die ich Ihnen in Stichworten zusammengefasst habe:  „…. durch Beten“.

Wenn ich jemand um seine Hilfe bitte, dann erkenne ich mich selbst als hilfsbedürftig und weiß, dass nur mein Gegenüber mir helfen kann.

Bitte ich Gott, so kann ich mich darauf verlassen, dass er mir alles geben wird, was ich zum Leben brauche, auch über das irdische Leben hinaus. Dies gilt auch für meinen Nächsten, den ich in meinen Gebeten bedenke.

Möge Gott uns zum rechten Beten anleiten, damit unser Unglaube in Glaube wandelt wird.

Fühlen Sie sich herzlich gegrüßt

mit  vielen lieben Segenswünschen zum neuen Jahr

Ihr

Winfried Junge, Pfr.